Bienenkorb Murmelgruppen

Aus Zukunftsklima
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Auf den Punkt gebracht

Nach einer intensiven Informationsphase ist es sinnvoll, sich über das Erfahrene mit den anderen TeilnehmerInnen auszutauschen. Bei "Murmelgruppen" handelt es sich um Kleingruppen, in denen Fragen und Missverständnisse geklärt werden können. Anschließend kann ein eigener Standpunkt entwickelt werden.


So funktionieren Murmelgruppen:

Nach einer Phase der Informationsaufnahme (mündlich/schriftlich/durch Medien) bildet man mit den eigenen Tisch-Nachbarn eine kleine "Murmelgruppe" (2-4 Personen). Mit diesen tauscht man sich dann über das gerade Gehörte/Gesehene wenige Minuten (ca. 3-5 Minuten, max.10 Minuten!) aus. Dieser Austausch kann entweder unter einer bestimmten Fragestellung geschehen (z.B.: Sehe ich das genau so?, Gibt es Kritik am gerade Erfahrenen?,...). Oder der Austausch dient dem Ziel, Fragen zum Text, Fragen zum Gesehenen und Gehörten oder Fragen an die Lehrkraft zu entwickeln.

Wenn viel Diskussionsbedarf besteht, kann man auch nach einer ersten Murmelrunde, die GesprächspartnerInnen noch einmal wechseln - und nun die neu gewonnen Erkenntnisse/ den eigenen Standpunkt mit den geänderten Personen erneut diskutieren.

Tipps für die Durchführung von Murmelgruppen:

Im Gespräch mit Nachbarn kann das Aufgenommene direkt verarbeitet werden. Verständnisfragen können geklärt werden. Der Mut, Fragen zu stellen, wächst, wenn bemerkt wird, dass andere TeilnehmerInnen ähnliche oder gleiche Fragen haben.

Wird nach einem Vortrag/dem Lesen eines Textes/einem Referat gefragt, ob die TeilnehmerInnen noch Fragen haben, so tritt häufig peinliche Stille ein. Murmelgruppen können hier sinnvoll eingesetzt werden, um über das Gehörte zu diskutieren.

Hinweis: Die Methode Murmelgruppe wird auch Bienenkorb oder Markt genannt.


Literatur:

  • [1] mehr zur Methode
  • Ilona Böttger (2001), Berlin: *[2]