Klimaarchive - Zeugen der Vergangenheit

Aus Zukunftsklima
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Auf den Punkt gebracht

Woher wissen wir eigentlich, wie das Klima vor 140 Millionen Jahren war? Im Eis finden sich viele Spuren der Vergangenheit. Jahr für Jahr lagert sich zum Beispiel am Südpol Schnee ab, das im Laufe der Zeit zu Eis wird. Luftblasen und Staub werden in das Eis eingeschlossen. Forscher bohren tiefe Löcher, um Eisbohrkerne zu erhalten. Das Eis verrät, wie sich im Laufe der Zeit das Klima verändert hat.

Das bedeutet konkret

Forscher können mit Eisbohrkernen die Veränderung des Klimas untersuchen. Große Gletscher von mehreren tausend Metern Dicke haben sich in der Antarktis gebildet. Dort fällt schon seit Jahrtausenden Schnee. Dadurch ergeben sich mehrere Lagen Schnee oder Eis. Wenn Forscher hier einen Eiskern herausbohren, können sie das Eis von vor 120.000 Jahren untersuchen. Damit kann das Klima der Vergangenheit erforscht werden: War es wärmer oder kälter als heute? Wie viel Kohlendioxid war in der Luft? Gab es Vulkanausbrüche? Zum Beispiel finden Forscher kleine Luftbläschen im Eis. Dort ist die Luft der Vergangenheit eingeschlossen. Die Dicke der einzelnen Jahresschichten zeigt, ob es viel geschneit hat. Vulkanausbrüche hinterlassen dünne Staubschichten im Eis, so dass genau untersucht werden kann, wann es zu einem Vulkanausbruch kam.

  • Wie alt mag das Eis in 2.000 Meter Tiefe wohl ungefähr sein?
  • Wie sehen die Eisschichten von heute aus, die in 100 Jahren untersucht werden?

Für die Experten unter euch

Weitere Informationen bekommst du hier:

  • [1] logo!-Kinderreporter Cornelius war im Eislabor

Literatur

  • Rahmstorf, Stefan/Schellnhuber, Hans Joachim (2006): Der Klimawandel. C.H.Beck Wissen. S. 10-11.
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2008): Klimaschutz und Klimapolitik. Materialien für Bildung und Information, S. 5.