Klimapolitik

Aus Zukunftsklima
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Auf den Punkt gebracht

Wer kann etwas für den Klimaschutz tun? Die Staaten, die WissenschaftlerInnen, die Wirtschaft, JEDE/R!

Alle haben ihren Einfluss auf den Klimaschutz, jede/r an seiner Stelle. Jeder Einzelne kann sich bemühen, weniger Auto zu fahren, WissenschaftlerInnen können die Entwicklung des Klimas erforschen und Folge-Wirkungszusammenhänge erklären, die Wirtschaft verpestet die Atmosphäre mit vielen Treibhausgasen, deshalb ist es wichtig, dass sie sich um mehr Umweltschutz im Unternehmen kümmert. Doch nicht jedes Unternehmen würde dies freiwillig machen, deshalb müssen politische Regelungen geschaffen werden. Und wer ist dafür zuständig? Die Regierung in Deutschland zum Beispiel verabschiedete dafür das Nationale Klimaschutzprogramm. Damit werden Reduktionsziele (Ziele zur Verringerung) für Treibhausgasemissionen (=Treibhausgasausstoß) festgelegt. Da die globle Erwärmung nicht an Ländergrenzen halt macht, gibt es internationale Bemühungen, Klimaschutzregelungen zu vereinbaren. Immer häufiger gibt es internationale Klimakonferenzen. Ein sehr wichtiger Meilenstein auf diesem internationalen Weg ist das Kyoto-Protokoll, welches bisher von 192 Staaten unterschrieben wurde. Hier wird für jedes Land ein bestimmtes Reduktionsziel festgelegt, welches bis 2012 erreicht werden muss. Im Moment laufen Verhandlungen darüber, was nach 2012 passieren soll. Es scheint schwierig, gemeinsame Ziele zu finden, es sind schon einige Klimakonferenzen gescheitert. Auf dem letzten Treffen in Mexiko konnten sich die Staaten aber auf grundlegende Klimaschutzziele einigen, die vielleicht bei der nächsten Verhandlung konkretisiert werden können.

Das bedeutet konkret

Seit den 1980er-Jahren beschäftigt sich die Politik mit dem Thema Klimawandel. Da die Erderwärmung alle Menschen auf der Erde betrifft, werden internationale Konferenzen vom Klimarat der Vereinten Nationen organisiert. Hier wird jedes Jahr darüber diskutiert, wie man das Klima schützen könnte. 1985 fand die Konfernez in Österreich statt, 1988 in Kanada und 1992 in Brasilien. Auf dieser internationalen Konferenz der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro wurde die sogenannte Klimarahmenkonvention von 155 Staaten verabschiedet. Damit haben sich die Staaten verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen regelmäßig zu veröffentlichen. 1997 fand die internationale Klimakonferenz im japanischen Kyoto statt. Hier wurde ein Zusatzprotokoll verabschiedet, das verbindliche Zielwerte zur Emissionsreduktion festhält. Insbesondere geht es darum, das klimaschädliche Kohlenstoffdioxid zu reduzieren. 2005 trat das Protokoll dann in Kraft, nachdem es von genügend Staaten unterzeichnet wurde. Im sogenannten Kyoto-Protokoll verpflichteten sich die Industriestaaten, ihren Ausstoß an Treibhausgasen bis 2012 um 5 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu senken. Dieses Protokoll läuft 2012 aus.

Um verbindliche Regeln für den Klimaschutz nach 2012 zu vereinbaren, wurde 2009 ein Klimagipfel in Kopenhagen einberufen. Hier konnten sich die Staaten aber nicht auf gemeinsame Ziele einigen. 2010 fand der Klimagipfel in Mexiko statt, um Vereinbarungen zur Reduktion von Treifhausgasen zu diskutieren. Es wurden wichtige Punkte eines zukünftigen verbindlichen Klimaschutzabkommens beschlossen. Die Staaten einigten sich darauf, bis 2050 die globale Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu beschränken. Leider hat sich die Staatengemeinschaft nicht auf verbindliche Reduktionsziele einigen können. Bei der nächsten Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban wird sich zeigen, ob die Industriestaaten endlich verbindliche Reduktionsziele festlegen und ihre Finanzzusagen einhalten.

  • Stell dir vor, du bist Regierungschef eines Landes, was würdest du tun, um das Klima zu schützen?

Für die Experten unter euch

Der Weltklimarat wurde von den Vereinten Nationen 1988 gegründet. Er ist ein Zusammenschluss von internationalen Klimaforschern, die gemeinsam Lösungen überlegen, wie man das Klima schützen kann. Auf Englisch heißt er "Intergovernmental Panel on Climate Change", kurz IPCC. 194 Staaten sind Mitglied des IPCC. Es werden regelmäßig die neusten Erkenntnisse zusammengetragen, die dann die Regierungen als Basis für ihre Entscheidungen nutzen können. Die Warnungen des IPCC an die Politik sind in den vergangenen Jahren immer eindringlicher geworden.

Weitere Informationen bekommst du hier:

Literatur

  • Deutsche Umwelthilfe (2011): Bekommt der Klimaschutz eine echte Chance? In: DUHwelt. Das Magazin der Deutschen Umwelthilfe, 1/2011, S. 20-21.
  • Finkbeiner, Felix (2010): Baum für Baum. Jetzt retten wir Kinder die Welt, S. 104.
  • Schüppel, Katrin (2007): Klimawandel und Klimaschutz. Informationen, Hintergründe, Diskussionsanregungen, S. 62.
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2010): Klimawandel, S. 23.
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2008): Klimaschutz und Klimapolitik. Materialien für Bildung und Information, S. 40-52.